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Drei Meisterwerke von Israel Ruchomowskij im Fabergé Museum

Unter den Ausstellungsstücken des Fabergé Museums befinden sich etliche Juwelen, die das Schicksal ihrer Besitzer, geprägt durch Ereignisse und Turbulenzen der Zeit, miterlebt haben.

Zu den besonders herausragenden Juwelierarbeiten der Fabergé-Epoche gehörten Ende des 19. Jahrhunderts drei Meisterwerke von einem heute kaum bekannten aber genialen und brillanten Goldschmied und Graveur, Israel Ruchomowskij (geb. 1860 - †1936), worüber wir hier berichten möchten.

Eine umfangreiche Umfrage unter Fachleuten im Bereich der Kunstgeschichte und Juwelierkunst zeigte, dass der Name des um die Jahrhundertwende lebenden und damals mit seinem seltenen Talent glänzenden Werkmeisters nur wenig bekannt ist. Dabei gaben ihm seine Zeitgenossen inklusive des berühmten Hofjuweliers Carl Fabergé seinerzeit die höchsten Bewertungen. Fabergé z. B. nannte ihn „den größten Meister aller Zeiten" und in seiner Umgebung wurde er „jüdischer Cellini" genannt.

Die Werke des in Mosyr bei Minsk (Weißrußland) geborenen Goldschmiedes krönen die besten Museumsausstellungen, vom Louvre in Paris, bis hin zum Kiewer Höhlenkloster und etlichen privaten Sammlungen.

Israel Ruchomowskij ist 1860 in der Stadt Mosyr in einer orthodoxen jüdischen Familie zur Welt gekommen. Seine Eltern wollten, dass aus dem Jungen ein Rabbiner wird und gaben ihn in eine jüdische Religionsschule. Sein Talent zum Gravieren entwickelte sich dabei schon in der frühen Phase seiner Kindheit. Der Junge erlernte das Gravieren selbstständig, er meisterte ständig etwas, Tag und Nacht, und er bedeckte alle möglichen Haushaltsgegenstände, die ihm in der Hand gerieten, mit Gravuren.

Ende der 70ger Jahre des 19. Jahrhunderts wurde Ruchomowskij in einer der besten Juwelier-Werkstätten Kiews als Aushilfe aufgenommen. Schnell stellte sich heraus, dass er dort von niemand mehr etwas lernen konnte. Der junge Goldschmied erhält und erfüllt glänzend sehr anspruchsvolle Aufträge von erlesenen Auftragsgebern aus Kiew, Charkiw und Odessa. Der erfolgreiche Juwelier-Werkmeister Josef Marschak punzierte die Arbeiten von Ruchomowskij, nominal noch Aushilfsangestellter, mit seinen eigenen Punzen. Auf diese Weise verschwindet die Spur der Tätigkeit von Israel Ruchomowskij aus jener Zeit, da ungewiss ist, wie viele und welche der von ihm hergestellten Objekte von anderen regionalen Meistern, die Ruchomovskijs Kreativität und Präzision für eigenen Ruhm benützt haben, mit deren Punzen markiert wurden.

Ab 1892 lebte Ruchomowskij in Odessa. Hier erlebte er die Zeiten seiner besten Produktivität. Dabei entstehen seine berühmtesten Meisterwerke, wie der kleine „Sarkophag mit Skeleton", die Figur „Achilleas und Minerva" und die berühmte Tiara des skythischen Zaren Saitaphernes (Saïtaphernes, Saitopharn, Saitophern). 

Ebendiese Saitaphernes-Tiara, die von zwei Händlern, den Betrügern und Hehlern Gebrüder Hohmann, bei Ruchomovskij bestellt wurde, brachte dem Juwelier Anerkennung und Weltruhm. Der nichts ahnende Meister nahm den Auftrag der Gebrüder Hohmann an, für das Jubiläum eines Professors eine Tiara (antike festliche Kopfbedeckung, eine Art der Krone) herzustellen. Die Tiara sollte mit der Darstellung verschiedener Szenen aus der antiken griechischen Sage „Ilias" von Homer über den Kampf um die Stadt Troja verziert werden.

 

Der oberste Teil der Tiara trägt das pflanzliche Ornament in Durchbrucharbeit, ihre Spitze krönt eine spiralförmige Schlange mit erhobenem Kopf. Der mittlere, zentrale Fries ist unten in seinem Umlauf mit einer Festungsmauer verziert, die durch acht Wachtürme der antiken griechischen kolonialen Stadt Olbia am Schwarzen Meer unterbrochen ist. Die Inschrift auf der Mauer trägt in altgriechischer Sprache die Information, an wen und von wem die Tiara verschenkt wurde („Der Rat und die Bürger von Olbia in Ehrfurcht dem großen und unbesiegten König Saitaphernes."). Laut Legende wurde dem skythischen Tyrannen Zar Saitapharn von den Griechen der Stadt Olbia als Tribut und Gabe gegen das Versprechen, sie zu begnadigen, eine Tiara geschenkt. Der Fries trägt die Sagen-Figuren und Szenen aus der Ilias. Der unterste ornamentale Gurt zeigt alltägliche Szenen aus dem Leben der skythischen Nomaden und Viehzüchter: hier werden Pferde geopfert, im Wald verschiedene Tiere gejagt, Kindern wird das Bogenschießen gelehrt, man sieht verschiedene wilde Tiere, Bäume und Pflanzen aus der Gegend. 27 Menschenfiguren liefern die Informationen über die damalige Tracht und Bewaffnung.

Um die Darstellungen historisch zu belegen, brachten die Gauner dem Goldschmied einen Haufen wissenschaftlicher und kunsthistorischer Literatur zum Thema Archäologie und Leben in der Antike. Ruchomowskij zeigte Fleiß und nahm die Arbeit mit für ihn typischer Ernsthaftigkeit und Präzision wahr. Für das Ergebnis zahlten die Gebrüder Hohmann 2.000 Rubel, eine gigantische Summe für einen armen Meister, aber praktisch nichts im Vergleich zu den darauf folgenden Ereignissen.

Die skandalöse Geschichte der Tiara begann am 13. März 1896, als das Stück vor den Augen von Louvre Direktor Kempfen erschien. In Anwesenheit von führenden Experten der Antikabteilung besichtigte er das Meisterwerk und hielt es für echt. Laut der nun erzählten Geschichte von einem der Gebrüder Hohmann, der vom österreichischen Kunstdealer Schimanski und dem Vermittler A. Vogel begleitet wurde, war die Tiara bei der Ausgrabung eines Kurganes (archäologisch: Zarengrabhügel) an der Schwarzmeerküste auf der Krim gefunden worden. Im Falle des Erwerbes sollte die Tiara ein Zentralstück und Publikumsmagnet bei der Ausstellung antiker Kunst im Louvre werden. Die Wissenschaftler bejubelten den seltenen Erfolg, ohne das Debakel zu ahnen, mit dem sie sich bald für immer ganz oben in der Liste der meistschlimmen Kunst-Betrügereien der Weltgeschichte wiederfinden werden.

Die betrügerische Gruppe verlangte für die Tiara 200.000 Goldfranken (damals ein gigantischer Betrag, der eine Genehmigung des Parlaments erforderte).  Die Gauner spielten Ungeduld vor, ihre Eile begründeten sie mit dem Kaufinteresse seitens anderer Museen in London und Wien. Der Museumvorstand kam ihnen entgegen und borgte den Betrag gegen Schuldschein bei den zwei französischen wohlhabenden Mäzenen Korroie und Theodor Reinach.

Der Neuzugang sorgte für eine Sensation in der Welt der Kunst. Am 1. April 1896 gab die Direktion des Louvre-Museums bekannt, dass sie eine Tiara des Skythen Herrschers Saitaphernes für den Betrag von 200.000 Goldfranken erworben habe. Der Leiter der Abteilung antiker Kunst, Heron de Villefosse, erklärte der Öffentlichkeit, dass das Louvre Museum in den Besitz von einem „Wunder der griechischen Juwelierkunst" gekommen sei. Die Experten waren sich einig und sparten nicht mit Lobes-Hymnen: Das Objekt sei „im perfekten Erhaltungsgrad", hätte „sehr feines Dekor und sei reich an Kunstmotiven". Die Tiara wurde als „reine Kunst in ihrer saubersten und feinsten Form" dargestellt und als Highlight in der Mitte der Dauer-Ausstellung platziert.
Die Besucher und Fachleute strömten nur so in das größte westeuropäische Museum Louvre. Begeisterung und Entzücken waren grenzenlos und weckten große Resonanz weltweit. Die feine Gravur und die bezaubernde Goldschmiedearbeit waren zwar tadellos, aber kleine Unstimmigkeiten und Unregelmäßigkeiten bei der Zusammensetzung der Symbole, Szenen, Darstellung der Tracht und Zeichen der Inschrift machten sie einigen Experten verdächtig.

Der Sankt Petersburger Professor und Archäologe A. Weselowski zeigte schon im Mai 1896 seine Skepsis und behauptete, die Tiara sei eine Fälschung. Die detaillierte Forschung über einzelne Figuren und Fragmente der Tiara ergab Unstimmigkeiten bei der Zuordnung der Figuren zu verschiedenen Kulturen und Völkergruppen. Die Datierung der Fragmente wich von einander ab. Der deutsche Archäologe Adolf Furtwängler (30.06.1853 - 10.10.1907) teilte die Meinung des Russen. Die Diskussion über die Echtheit der Tiara dauerte sieben Jahre, bis die Version der Urheberschaft von Ruchomowskij ans Licht kam. Frankreichs Regierung setzte einen Sonderausschuss ein, der diesen Fall ermitteln sollte. Die Tiara wurde zunächst aus der Museumsvitrine entfernt.

Die Möglichkeit einer Sensation heizte das Interesse mehrerer Pariser Zeitungen heftig an.  Der Briefkasten von Ruchomowskij in Odessa war voll von Angeboten über Zusammenarbeit mit allen mögliche Editionen, Zeitungsleute offerierten ihm alle Güter der Welt im Gegenzug der Exklusivität von Informationen. Am 5. April 1903 bekommt der Juwelier eine Einladung des Konsuls von Frankreich, Paris zu besuchen, um die Autoren-Frage der Tiara zu klären. Kostenübernahme war Selbstverständlichkeit. Gleich die erste Sitzung des Regierungsausschusses zeigte enttäuschende Ergebnisse: Ruchomowskij ist Laie in der antiken Geschichte und hat absolut keine Ahnung vom Leben der Griechen in Olbia. Der Vorsitzende des Ausschusses, Mitglied der Wissenschaftsakademie, Professor College de France Clermont-Ganneace, entschied, ein Experiment durchzuführen, um die Fähigkeiten und Kenntnisse Ruchomowskijs zu überprüfen. Um die Ergebnisse vergleichen zu können, sollte der Meister ein Stück Goldblech und Werkzeuge erhalten und ein beliebiges Fragment der Tiara aus dem Gedächtnis herstellen. Das „Original" der Tiara war Ruchomowskij nicht zugänglich. Der Ausschuss staunte nicht schlecht, als nach einigen Stunden Arbeit Ruchomowskij ein Fragment des Mittelfrieses, millimetergenau gleich und wie zwei Wassertropfen ähnlich mit der Tiara aus dem Louvre. Niemand durfte mehr Zweifel haben: Ruchomowskij war der Autor der Tiara.

Verurteilt wurde er nicht, im Gegenteil, sein Werk bekam die höchsten Noten der Fachleute der Juwelierkunst. Das Stück wechselte den Ausstellungsbereich und zog in die Abteilung für moderne dekorative Kunst um. Die Anerkennung gab Ruchomowskij Popularität, er wurde berühmt, seine Werke stiegen im Preis und wurden erfasst und katalogisiert.

Auf der Höhe seines Ruhms zog der Meister nach Paris, wo er bis zu seinem Lebensende 1936 gearbeitet und gelebt hat. Die neue Heimat hat ihn fremd empfangen. Es gibt keine eindeutige Meinung über den Erfolg seiner Karriere in Frankreich. Manche sagen er starb vergessen und arm, andere behaupten, er wurde erfolgreich und arbeitete an Aufträgen für den Milliardär Rothschild. Die Kunstgeschichte kennt auch keine Fortsetzung seines Lebenswerkes durch seine weiteren Arbeiten. Jedenfalls ist es ihm gelungen, seine sechs Kinder so aufzuziehen, dass sie ihm, wie bekannt, bei der Goldschmiede-Arbeit helfen konnten. 

Die Gesamtzahl seiner Werke wird nicht über 160 Objekte inklusive Jetons geschätzt. In der Weltkunstgeschichte wirkten sie wie einzelne Funken, die jedoch so hell aufschienen, dass sie viele anerkannte Juwelier-Meister mit samt ihren Arbeiten überschattet haben. Die Tiara, die so einzigartig gefertigt war, ist ein Beweisstück dafür.

Im Jahr 2009 erhielt das Fabergé Museum Baden-Baden eines der seltenen Objekte als Exponat - die Miniaturkopie der Saitaphernes-Tiara, gefertigt von Ruchomowskij. Es ist ein feines Kunstwerk, das der Goldschmied als eine Bestätigung seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten für die Pariser Kunstaustellung „Salon der französischer Künstler" in 1903-1904 angefertigt hat.

Diese Miniatur der Tiara des Saitaphernes erstaunt mit seiner feinen Detailarbeit. Der mittlere Fries mit einer Höhe von 13 mm und einem Umlauf von 65 mm trägt entlang des unteren Randes die Abbildungen von 39 Menschen- und Tierfiguren. Jede davon besitzt ihren eigenen individuellen Charakter. Insgesamt sind es 64 Figuren, die allein auf dem mittleren Fries platziert sind. Der untere Fries hat die Hälfte Fläche, findet jedoch Platz für 26 Menschen- und Tiere-, 41 Pflanzen- und sechs Gegenstände-Darstellungen. Das Ornament beinhaltet 375 Dekor-Elemente.

Dank seiner Identität mit der Originaltiara wurde diese Kopie ebenfalls sehr berühmt und zog die volle Aufmerksamkeit des Publikums auf sich. Dieses „goldene Wunder" wurde von Hundertausenden Menschen gesehen, sorgte für den Erfolg der Ausstellung und wurde am Ende mit einer Goldmedaille des Salons ausgezeichnet.

 

 

Seine zweite Ausstellung erlebte diese Miniatur der Tiara 1924 im „Burlington Club of fine art" in Großbritannien. Als bedeutender Vertreter russischer angewandter Kunst sorgte die kleine Tiara dort ebenso für Furore.

Ein weiteres Exponat von Ruchomowskij im Fabergé Museum ist ein Anhänger, der in flacher Form die Saitaphernes-Tiara im Profil darstellt. Der Anhänger ist aus relativ dickem Goldblech, in das mit Punzen und Ziselierhammer in einzigartiger Feinarbeit Szenen aus dem Leben der Skythen eingearbeitet sind.  Die relativ kleine Oberfläche des Anhängers beinhaltet umfangreiches Relief, Szenen, die an jene auf der großen Tiara erinnern. Mit gleichem Filigran und Fleiß fertigte der Meister die schon beliebte Tiara-Darstellung, diesmal als Geschenk für seinen Freund. Auf dem 15 mm hohen Fries gravierte Ruchomowskij 20 verschiedene Figuren, 10 pflanzliche Ornamente und eine griechische Inschrift.  Die Beschriftung auf der Rückseite lautet: „ Für gute Erinnerung an meinen besten Freund Josef Geht. Autor der  Saitaphernes-Tiara Ruchomowskij. Odessa 1903".

Das dritte und wichtigste Stück unserer Ausstellung ist ein goldenes Pektorale (handbreiter Halsreif) mit Szenen aus antikem Leben. Stilistisch und technisch fällt hier die deutlich erkennbare Ähnlichkeit mit den Motiven auf der Saitaphernes-Tiara auf. Die Oberfläche der Platte besteht wie bei der Tiara aus drei Friesen, der oberste ist wie bei der Saitaphernes-Tiara mit Pflanzendekor verziert und der mittlere trägt die geschmiedeten Lebens- und Jagdszenen der skythischen Nomaden. Unten zentral befinden sich zwei Sphinxe in Durchbrucharbeit; danach nach rechts und links breiten sich die Weinreben-Motive aus, die in gleicher Weise in Durchbrucharbeit mit Rundung der Ränder gefertigt sind.

Vor hundert Jahren war das Interesse für antike Kunst sehr groß, jeder neuer Fund brachte allgemein große enthusiastische Begeisterung. Die Vollkommenheit altgriechischer Juwelierkunst faszinierte die Menschen mit ihrer einfachen Echtheit und ihrem naturbezogenen Klassizismus. Alle diese Merkmale gelangen Ruchomowskij, der so nah an der Antike stand, sehr gut, sein Gefühl dafür hat keinen Nachfolger gefunden.

Der letzte Lebensabschnitt der Meisters ist, wie oben gesagt nicht gut bekannt. Man weiß, dass Ruchomovskij seine Grabstätte aus schwarzem Granit schon zu Lebzeiten für sich und seine Frau ausgesucht hat. Sein Testament besagte, dass sein Grabmal mit einem bronzenen Flachrelief gestaltet werden sollte und eine Beschriftung einzubringen ist: „Beim Leben und Tod waren sie immer zusammen". Aus seinem Testament folgte noch: „Noch habe ich in meinen Träumen solchen Wunsch, dass auf meinem Grabmal ein paar Zeilen geschrieben würden:

Als Mensch war ich glücklich in diesem Leben,

Ruhe und Gelassenheit, Kleidung und Brot waren immer dabei.

Ich liebte mein „Reich", mein Haus und meine Frau.

Und mein Geist wird nach meinem Tod in meinen Werken

weiterleben..."

Was die Werke von Ruchomowskij angeht ist es bekannt, dass den größten Teil seiner Arbeiten der deutsche Privatsammler und Mäzen Reitling besaß. Beim Erwerb der ersten Stücke glaubte Reitling, er kaufe echte Antiken. Man sollte sich nicht wundern, wenn der Name seines Lieferanten Hohmann geheißen hätte. Nach der Veröffentlichung der Affäre mit der Saitaphernes-Tiara traf sich Reitling mit Ruchomowskij zur Aufklärung seiner Objekte von ihm und beide kamen gut zurecht. Reitling besaß unter anderem den Halsreif mit den mythologischen Szenen (unser Exponat), die Figur „ Achilleas und Minerva", eine goldene Vase mit zwei weintrinkenden Skythen und andere Sachen von Ruchomowskij.

Die einzige Ausstellung von Ruchomowskijs Werken in unserer Zeit fand 1951 in Tel Aviv statt. Basis für diese Solo-Ausstellung mit ca. 80 Exponaten war die ehemalige Reitling-Sammlung. Danach gab es einzelne Versuche, die Arbeiten von Ruchomowskij zu systematisieren und zu katalogisieren, aber die westlichen Kunsthistoriker scheiterten und erklärten, die Sachen seien nicht mehr auffindbar, weil die meisten davon eingeschmolzen, verloren oder nicht mehr restaurierbar seien. In Einzelheiten sprach man über den Verlust des bekannten Pektorales (jetzt Exponat des Fabergé Museums).

Auf solche Weise trägt das Fabergé Museum seinen Anteil dazu bei, dass der Name des Meisters Israel Ruchomowskij nicht vergessen wird. Gleichzeitig bekommt man die etwas mehr vollkommene Vorstellung über die noch unbekannte Welt der Kunst, deren untrennbarer Teil die Juwelier-Kunst war und ist, sowie deren einzelne Meister und Meisterwerke, die Stimmen der vergangenen Zeit, die heute sensationell interessant klingen.

 

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